MUSEUM AUF DER HARDT DER ARCHIV- UND MUSEUMSSTIFTUNG DER VEM

Zahlreiche Schriften und historische Fotos, Skizzen und Drucke sowie Objekte aus Afrika, Asien und Ozeanien bilden die Bestände der Stiftung. Zusammen sind sie das historische Erbe und Gedächtnis der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). Der Beginn dieser Geschichte reicht zurück in das Jahr 1828, als die Rheinische Missionsgesellschaft gegründet wurde. Gemeinsam mit der 1886 gegründeten Bethel Mission war sie die Vorgängerin der heutigen VEM.

Im Museum auf der Hardt können Besucher und Besucherinnen den Geschichten von Generationen von Missionsschwestern und Missionaren nachspüren, die von Barmen und Bethel bei Bielefeld in die Welt entsandt wurden, um das Christentum zu verbreiten. Die Dinge, die diese Menschen aus Afrika und Asien mitbrachten oder in die Heimat schickten, ihre Berichte, Briefe, Fotos und Zeichnungen geben ein beredtes Zeugnis ab von einer frühen Globalisierung sowie interkulturellen Begegnungen unter den besonderen Vorzeichen des Missionsgedankens. Modelle von Häusern wie sie früher auf Sumatra gebaut wurden, rituelle Objekte aus Neuguinea, Alltagsgegenstände und Waffen aus Ostafrika und eine Klassenarbeit aus einer chinesischen Missionsschule sind unter anderem zu sehen.

 

Auch die problematischen Aspekte der Missionsbewegung, die über weite Strecken mit dem europäischen Kolonialismus verbunden war, werden in der Ausstellung
thematisiert. Ein Brief eines Missionars über die Situation in einem nach dem Kolonialkrieg in Namibia gegen die Herero und Nama errichteten Gefangenenlager
oder ein Bericht über eine damals so genannte Strafexpedition in Neuguinea werfen Schlaglichter auf ein ambivalentes Erbe.

 

Doch auch der Wandel des Missionsgedankens und die sich verändernden Beziehungen der Missionierten und Missionierenden von einst werden, gerade vor
dem Hintergrund der Ereignisse, aufgezeigt.

 

Geschichte zum Anfassen erlaubt darüber hinaus das Schrift- und Bildarchiv sowie die Bibliothek. Die Dokumente ermöglichen einen direkten Zugang zum Alltag von Missionarinnen und Missionaren, geben aber auch spannende Einblicke in das politische und gesellschaftliche Umfeld, in dem die Missionsgesellschaften sich bewegten. Dies gilt nicht nur für Wissenschaftler und Studenten, die die Stiftung regelmäßig besuchen. Auch Schulklassen können das Museum und die Archive
als außerschulischen Lernort nutzen. Für weiterführende Schulen bietet die Stiftung beispielsweise Module zum Thema Kolonialismus und Missionsgeschichte mit verschiedenen Schwerpunkten an.

 

Mit wechselnden Sonderausstellungen zu missionshistorischen und ethnographischen Themen, aber auch von zeitgenössischer Kunst von Künstlern aus Afrika und Asien, Musikdarbietungen, Lesungen und Vorträgen ist die Stiftung nicht zuletzt lebendiger Teil des Kulturbetriebs in Wuppertal.

Museum auf der Hardt. Fotograf: Christoph Schwab ©Archiv-und Museumsstiftung der VEM
Museum auf der Hardt. Fotograf: Christoph Schwab ©Archiv-und Museumsstiftung der VEM
Blick in die Dauerausstellung. Fotograf: Arendra Wiemardo ©Archiv-und Museumsstiftung der VEM
Blick in die Dauerausstellung. Fotograf: Arendra Wiemardo ©Archiv-und Museumsstiftung der VEM

Beitrag zum Themenjahr

Erst die Arbeit, dann die Mission.
Der Alltag von Missionaren und Missionsschwestern in Afrika und Asien
Ausstellung

27. Oktober 2019 - 30. April 2020

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Information

Museum auf der Hardt
Archiv- und Museumsstiftung
der VEM
Missionsstr. 9
42285 Wuppertal


Besucherdienst
Tel. 02 02 - 8 90 04 - 152
museum@vemission.org
www.vemission.org/museumarchive

 

Öffnungszeiten
(gelten nur für den Zeitraum
der Sonderausstellung
vom 27.10.2019 bis 30.04.2020)*
Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat
von 14 – 17 Uhr
Mi von 10 – 13 Uhr
Führungen auf Anfrage


*Außerhalb der Sonderausstellungszeit:
Jeden 1. Sonntag im Monat von
14 – 17 Uhr und auf Anfrage