Alles Zinn. Zinngegenstände – das traditionelle Zinnhandwerk – der eigenartige Werkstoff Zinn und seine Verarbeitungstechniken (Ausstellung)

27. September bis 24. November 2019
Niederbergisches Museum Wülfrath

Uli Erbach, TV Niederbergisches Museum Wülfrath e.V.
Uli Erbach, TV Niederbergisches Museum Wülfrath e.V.

Tatsächlich dreht sich alles, wie das Projekt-Thema verrät, um Zinn, wobei das traditionelle Zinnhandwerk in den Mittelpunkt gestellt wird.

Ausstellung
Präsentiert werden besondere Zinngegenstände des 18. und 19. Jahrhunderts aus der Dauerausstellung des Museums – angefangen von der Zunftkanne bis hin zum "Bürgersilber".
Einen besonderen Ausstellungsplatz bekommen Zinngegenstände aus den persönlichen Beständen Wülfrather Bürgerinnen und Bürger. Es sind Familienstücke, Liebgewordenes, aber auch Skurriles. 

Führung „Zinn und Zinngeschrei“
Darüber hinaus beleuchtet das Projekt „Alles Zinn“ auch den Werkstoff Zinn und seine Verarbeitungstechniken. Zinn, aus der Schmelze des Kassiterits (auch Zinnstein genannt) gewonnen, wurde vom Zinngießer zu Kultgeschirr und zu langlebigen Gegenständen des täglichen Gebrauchs verarbeitet. Das Metall hat verblüffende Eigenschaften! Es wird berichtet, was die Französischen Soldaten auf ihrem Rückmarsch aus Russland im Winter 1812 erlebten. Ihre Uniformknöpfe wurden plötzlich unansehnlich und zerfielen zu Staub. Warum? Was sich dahinter verbirgt und warum Zinn ein schreiendes Metall ist, werden Sie bei der Führung „Zinn und Zinngeschrei“ erfahren.

Uli Erbach, TV Niederbergisches Museum Wülfrath e.V.
Uli Erbach, TV Niederbergisches Museum Wülfrath e.V.

Zinngießerei „Barkhaus“
Das Handwerk der Zinngießer hat im Bergischen Land eine lange Tradition. Die letzte alte Bergische Zinngießerei wurde von Franz Barkhaus in neunter Generation in Wuppertal betrieben. 


Als er 1972 seine Werkstatt aus Altersgründen dem Niederbergischen Museum übergab, ging auch sein Wissen über das Zinnhandwerk an die Techniker des Museums über. So konnten weiterhin, bis in die 1990er Jahre, Zinngeräte wie die „Dröppelmina“ nach altem Muster hergestellt werden.

Uli Erbach, TV Niederbergisches Museum Wülfrath e.V.
Uli Erbach, TV Niederbergisches Museum Wülfrath e.V.

Zinngießer-Tage
Zum Themenjahr wird nach über 20 Jahren wieder in der alten Werkstatt Zinn gegossen. Sie können an den Zinngießer-Tagen dem „Kannegießer“ bei der Arbeit zuschauen und vieles über das Metall Zinn erfahren. 


Parallel dazu heißt es für Kinder: „Zinn – heiß gemacht“, wobei sie eigene Schmuckanhänger aus Zinn gestalten können. In eine Gipsform wird die Form eines Anhängers gekratzt und dann mit Zinn ausgegossen. Der Rohling muss dann nur noch gefeilt und kräftig poliert werden.

 

Filme & Rallye
Neben den Zinngießer-Tagen und Führungen stehen verschiedene Filme über das traditionelle Zinnhandwerk, gedreht in der eigenen Zinnwerkstatt, auf dem Programm. Außerdem bieten eine Rallye für Kinder und Erwachsene eine weitere Möglichkeit, auf den Spuren des Zinns das Museum zu erforschen.


Information

Eröffnungsveranstaltung und Museumsnacht
27. September 2019, 17 – 23 Uhr

Zinn und Zinngeschrei – Führung durch die Ausstellung
27. September 2019, 19:30 Uhr
03. Oktober 2019, 15:30 Uhr
01. November 2019, 15:30 Uhr

Film: Alles Zinn – Filme über das Zinnhandwerk
27. September 2019, 20:30 – 23 Uhr
03. Oktober 2019, 15 – 17 Uhr
01. November 2019, 15 – 17 Uhr

Aktion: Zinngießer-Tage (Zinngießen in historischer Zinnwerkstatt)
Zinn – heiß gemacht für Kinder: Schmuckanhänger aus Zinn
03. Oktober 2019, 15 – 17 Uhr
12. Oktober 2019, 15 – 17 Uhr
01. November 2019, 15 – 17 Uhr
09. November 2019, 15 – 17 Uhr

Kaffee -Die andere Bergische Kaffeetafel
13. November 2019, 14:30 – 17 Uhr
Nur nach Anmeldung, Eintritt: 15,- Euro pro Person

Rallye: Zinn? Gehört das hierhin? – Eine Museumsrallye für Kinder und Erwachsene
Mi, Sa und So 14.30 – 17 Uhr während der Ausstellungslaufzeit 

Das detaillierte Programm finden Sie unter www.niederbergisches-museum.de