Burg und das GAstgewerbe (Ausstellung)

23. Januar - 19. April 2020
Museum Schloss Burg

© Schlossbauverein
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Schloss Burg ist auf das Engste mit dem es umgebenden Stadtteil verbunden. Schon im 19. Jahrhundert, als das Schloss langsam zur Ruine verkam, zog es die Menschen aus den umliegenden Dörfern und Städten im die Wupperberge rund um das Schloss. 


Beginnend mit dem Wiederaufbau der Anlage ab 1890 stiegen die Besuchszahlen erheblich an. Bereits als Baustelle entwickelte sich das Schloss zu einem Touristenmagneten. Zahlreiche Gaststätten entstanden in den typisch bergischen Häusern in Ober- und Unterburg. In der Blütezeit waren zeitgleich über 30 Gaststätten, Hotels, Cafés oder einfache Schänken in Betrieb.

 

Die Ausstellung im Rahmen des Themenjahres "Ganz viel Arbeit" zeigt diese rasante Entwicklung von den 1880er Jahren bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Wesentlich ist auch die Infrastruktur, die indirekt oder direkt mit dem boomenden Tourismus verbunden ist. So z.B. der Bau der Wermelskirchen-Burger Eisenbahn im Jahr 1889 oder der Seilbahn im Jahr 1952.

All dies ist menschengemacht.

© Schlossbauverein
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So erzählt die Ausstellung auch die Geschichte von Akteuren, die im Gaststättengewerbe gearbeitet oder das muntere Treiben in Schloss und Stadtteil hautnah miterlebt haben.

Die rasante Entwicklung des Tourismus in dieser Zeit ist kein Phänomen, von dem nur Solingen-Burg profitiert. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich in den Industrienationen eine
Vorstellung von dem Begriff Freizeit und diese wird in unterschiedlichsten Formen ausgelebt. Ein Aspekt ist die Naherholung im Grünen, die gerne auch mit dem Besuch historischer Orte und Bauwerke verbunden wird. Somit stehen Schloss und Stadtteil auch exemplarisch für die Entwicklung des Tourismus in Europa.


Information

Es gelten die normalen Eintrittspreise und Öffnungszeiten.