Erst die Arbeit, dann die Mission. Der Alltag von Missionaren und Missionsschwestern in Afrika und asien (Ausstellung)

Laboratorium, Rheinisches Missionskrankenhaus, China ©Archiv-und Museumsstiftung der VEM
Laboratorium, Rheinisches Missionskrankenhaus, China ©Archiv-und Museumsstiftung der VEM

Im 19. Jahrhundert griffen europäische Expansionsbestrebungen über die Ränder des Kontinents immer weiter hinaus. In der Folge gründeten sich – wie in vielen anderen Ländern – auch in Deutschland Missionsgesellschaften. Ihr erklärtes Ziel war die Verbreitung des Christentums unter der zunehmend in koloniale Abhängigkeit geratenden Bevölkerung in Afrika, Asien und Ozeanien. Die Rheinische Missionsgesellschaft und die Evangelische Missionsgesellschaft für Deutsch-Ostafrika (später in Bethel Mission umbenannt) sind Beispiele für diese Missionsbewegung. Sie entsandten Männer und Frauen, die die Missionsbestrebungen umsetzen sollten.

Nähmaschine, Victoria-Original, vor 1913 ©Archiv-und Museumsstiftung der VEM
Nähmaschine, Victoria-Original, vor 1913 ©Archiv-und Museumsstiftung der VEM

Doch wie arbeiteten diese Missionsschwestern, Missionare und Missionarinnen? Wohin wurden sie entsandt? Welche Vorarbeiten gab es zu erledigen, bevor sie ihre eigentliche Aufgabe, die Verbreitung des Christentums beginnen konnten? Welcher Mittel bedienten sie sich zur Umsetzung dieser Aufgabe? Wer arbeitete wie an diesem Vorhaben mit, und was ist schließlich aus dieser Arbeit geworden? Und können Dinge wie eine alte Nähmaschine, ein Buch mit kryptischen Zeichen, ein kleines Tongefäß oder ein dunkelblaues Kleid darüber Auskunft geben?


Die Ausstellung befasst sich mit diesen Fragen und gibt anhand von ausgesuchten Exponaten Einblicke in die Arbeit der beiden Missionsgesellschaften. Auch weniger bekannte Arbeitsfelder wie die ärztliche Gesundheitsversorgung, das Werkstätten-, Schul- und Ausbildungswesen sowie Sprachstudien und deren praktischer Nutzen werden thematisiert. Nicht zuletzt spannt die Ausstellung einen Bogen in die Gegenwart. Sie zeigt auf wie sich die Missionsarbeit von damals verändert hat und welche Arbeitsschwerpunkte die Nachfolgeorganisation der beiden Gesellschaften heute setzt.


Information

Eröffnung der Ausstellung
27. Oktober 2019, 16 Uhr

Lesung: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Lesung mit Kaffeegenuss
19. November 2019, 16 Uhr

Konzert: Neujahrskonzert zur Ausstellung: Wandeln, Hören, Sehen.
Musik: Andre Enthöfer
12. Januar 2020, 11 Uhr
Eintritt: 15,- Euro, um Anmeldung wird gebeten

Vortrag: Das Werkstättenwesen der Bethel Mission in Ostafrika
Referent: Christian Froese
12. März 2020, 18 Uhr